Reinigung & Pflege
Reinigungsarten im Überblick
Säuglinge sind durch Bakterien gefährdet, denn das Immunsystem des Babys ist noch schwach. Krankheitserreger können bei der Säuglingsernährung übertragen werden, deshalb sollte man Sauger und Flaschen sorgfältig desinfizieren.
Vorbehandlung
Alle Teile, die desinfiziert werden sollen, müssen vorher sorgfältig gereinigt werden. Das ist sehr wichtig, denn nur saubere Teile können ordnungsgemäß desinfiziert werden. Abwaschen reicht nicht aus, denn schon allerkleinste Nahrungsmittelreste können leicht zu einer gesundheitsschädlichen Bakterienbildung führen.
Am besten gehen Sie so vor:
- Alle Teile gleich nach der Mahlzeit gründlich ausspülen.
- Die Sauger werden zusätzlich innen und außen mit Salz bestreut und kräftig durchgeknetet.
- Anschließend erneut abspülen. Drücken Sie dabei auch etwas Wasser durch das Saugerloch, damit auch dieses von Nahrungsresten befreit wird.
- Alle Zubehörteile einer Milchpumpe, wie Trinkflasche, Saugglocke, Dichtung, Schraubring und Deckel vor und nach jedem Gebrauch sofort gründlich mit Wasser säubern und nachspülen. Das ist wichtig, damit keine Milchrückstände zurückbleiben, die sich sehr leicht festsetzen und dann zur Bakterienbildung führen können. Die Zubehörteile mindestens ein Mal pro Tag - am besten morgens - desinfizieren.
- Wenn alle Teile gründlich gereinigt wurden, können sie nun zum Beispiel in einem Vaporisator desinfiziert werden.
Vaporisieren
Die Heiß-Desinfektion mit dem Vaporisator ist die beste Methode, die zudem besonders umweltfreundlich ist.
Sie tötet krankheitserregende Keime mit reinem Wasserdampf ohne Zusatz von Chemikalien zuverlässig ab. So bleiben keine Chemiekalienreste an Saugern und Flaschen zurück, die gefährlich für Babys sein könnten. Außerdem muß man keine umweltbelastenden chemischen Mittel beseitigen. Benötigt wird nur normales Leitungswasser.
Die Heiß-Desinfektion ist ganz einfach, Flaschen, Sauger und Schraubringe werden erst gründlich gereinigt, die Sauger zusätzlich innen und außen mit Salz bestreut, kräftig durchgeknetet und abgespült. Dann stellt man die Flaschen mit den Öffnungen nach unten in den Korbeinsatz des Vaporisators, damit sich der Wasserdampf gleichmäßig verteilen kann. Sauger und Flaschenringe kommen in einen weiteren Korb, die Verdampferschale wird mit Wasser gefüllt. Dann muß man das Gerät nur noch einschalten. Nach 10 Minuten sind durch den etwa 95°C heißen Wasserdampf alle Teile auf natürliche Weise keimfrei, und das Gerät schaltet sich automatisch ab. Dabei entstehen nur wenige Cents Energiekosten, so dass sich die Anschaffung des Gerätes schon nach kurzer Zeit bezahlt macht.
Auch wenn diese Methode im Haushalt noch neu ist, so hat sie sich in Kliniken in ähnlicher Form seit Jahrzehnten täglich bewährt. Das bisher übliche Auskochen ist längst nicht mehr zeitgemäß, die Sauger werden dabei schnell klebrig und porös.
Bei der Heiß-Desinfektion halten die Sauger länger, außerdem wird das Dekor der Babyflaschen besser geschützt. Bis zum Gebrauch können die Teile vor Staub geschützt und hygienisch einwandfrei im Gerät aufbewahrt bleiben. Mit der mitgelieferten Flaschenzange kann man die Teile herausnehmen, ohne sie mit den Fingern anzufassen.
Die Auskochmethode
Mit der Auskochmethode kann auch eine sichere Keimabtötung der Krankheitserreger erreicht werden.
Eltern sind jedoch oft mit der hygienisch einwandfreien Durchführung überfordert. Die Auskochzeit von 2 bis 3 Minuten werden für Sauger und Flaschen häufig unter- oder überschritten. Kochen Sie die Sauger und Flaschen nicht zu lange, sonst werden sie schnell klebrig, porös und damit vorzeitig unbrauchbar. Wenn die Gegenstände nicht vollständig untertauchen oder wenn sich Luftblasen gebildet haben, wird genauso wie bei verkürzter, aber dadurch materialverträglicherer Kochzeit die Keimabtötung unvollständig.
Wichtig beim Auskochen von Saugern und Flaschen:
- Erst das Wasser sprudelnd kochen lassen, dann die Sauger und Flaschen hineingeben.
- Alle Teile müssen vollständig mit Wasser bedeckt sein.
- Stets darauf achten, dass sich genügend Wasser im Topf befindet.
- Zwei bis drei Minuten Auskochzeit reicht völlig aus.
- Bitte den Topf nicht unbeaufsichtigt lassen.
Die chemische Desinfektion
Die Desinfektion mit chemischen Lösungen verlangt einen hohen Aufwand an Sorgfalt, Zeit und Geschicklichkeit, um hygienisch einwandfrei und zugleich materialverträglich zu desinfizieren.
Die Ergebnisse mit der Kalt-Desinfektions-Methode sind in der Wirkung nicht verläßlich genug einzustufen.
Für die Kalt-Desinfektion werden überwiegend Chlor-abspaltende Präparate verwendet. Sie sind nur sicher in der keimabtötenden Wirkung, wenn die zu desinfizierenden Gerätschaften vollkommen frei von Milchresten und anderen Nahrungsmittelresten luftbläschenfrei in die Desinfektions-Lösung eingelegt werden. Anderenfalls kommt es dazu, dass das Desinfektionsmittel an den verschmutzten oder sonst unzugänglichen Stellen unwirksam ist.
Keime können sich dann in den frisch mit Babynahrung gefüllten Fläschchen in relativ kurzer Zeit zu hohen Zahlen vermehren. Milch- und Nahrungsmittelreste können einen feinen Film bilden und antrocknen. Ein solcher Film ist für das bloße Auge kaum sichtbar mit der Folge, dass Verunreinigungen unentdeckt bleiben.
Die Mikrowelle
Oft wird auch die Mikrowelle zum Desinfizieren verwendet.
Das Funktionsprinzip:
Mikrowellenstrahlung versetzt Wassermoleküle in Schwingungen. Dabei werden sie sehr stark erhitzt. Die hohen Schwingungstemperaturen wirken auch auf die Wasserbestandteile von Bakterien und Keimen. Sie werden so unschädlich gemacht und sterben meist ab.
Doch auch Werkstoffe von Babyprodukten enthalten Wassermoleküle in mehr oder minder hohen Anteilen. Sie werden davon also auch beeinflußt. Derzeit sind die Auswirkungen der Mikrostrahlung noch längst nicht hinreichend bekannt. Niemand kann heute mit letzter Gewißheit sagen, ob und wie sich die Strahlung auf Babyflaschen etc. auswirkt. Daher sollte man derzeit auf die Mikrowelle als Desinfektionsgerät verzichten.
Wichtig:
Bitte benutzen Sie die Mikrowelle nicht zur Erwärmung von Nahrung im Fläschchen. Auch wenn sich die Flasche von außen wohltemperiert anfühlt, kann der Inhalt durch ungleichmäßig verteilte Wasser- und Fettteilchen in der Nahrung viel heißer sein. Es besteht Verbrühungsgefahr!
Sitzt auch noch der Sauger auf der Flasche, so reicht das Saugerloch als Ventil nicht aus. Im Innern der Flasche entsteht ein Überdruck, der im Extremfall zu einer Explosion führen kann!
Der Geschirrspüler
Meist sind die Spülmaschinenreiniger sehr aggressiv und schädigen sowohl das Dekor als auch das Material. Es kommt dann vorzeitig zu Materialverschleiß und kann letztlich zum Bruch der Flasche führen. Aus diesem Grund empfehlen wir, NUK Produkte generell nicht in der Spülmaschine zu reinigen.
Auch zur Desinfektion sind diese Geräte ungeeignet, da sie meist nur eine Betriebstemperatur von etwa 60 Grad Celsius erreichen. Zur sicheren Abtötung von Keimen sind jedoch weitaus höhere Temperaturen notwendig.
Wählen Sie daher lieber eine andere, sicherere Desinfektionsmethode.












